Kreditsicherung

Die (Ab)Sicherung eines Kredites

Im Allgemeinen dient die Kreditsicherung dazu, das Risiko des Kreditgewährleistenden Unternehmens zu minimieren. Jeder Gläubiger, der ein bestimmtes Forderungsrisiko nicht tragen möchte, hat mit der Kreditsicherung die Möglichkeit hierzu. Wir das geschieht? Mit Hilfe von Eigentumsvorbehalten oder auch Delkredereversicherungen, mit Hilfe von Exportkreditversicherungen oder aber auch Rückversicherungen. Die Unsicherheit des Gläubigers (Kreditgebers) soll damit auf ein Minimum reduziert werden.

Kreditsicherung und die deutschen Rechtsgrundlagen

Die Absicherung eines Kredites ist dann vonnöten, wenn der Gläubiger ein Risiko erkennt, seine Forderung nicht zurück zu erhalten und daher eine Form der Sicherung vom Schuldner verlangt. Das Gesetz bestimmt hierzu ein paar Rechtsgeschäfte als Kreditsicherheit aus der Natur des Rechtsgeschäftes heraus. Es zählt abschließend auf: sowohl den Eigentumsvorbehalt gem. § 449 Abs. 1 BGB, die Bürgschaft gem. § 765 Abs. 1 BGB, die Hypothek gem. § 1113 BGB, als auch das Pfandrecht gem. § 1204 BGB. Zudem wurden im Laufe der Zeit Kreditsicherheiten entwickelt, die bei der Vertragsgestaltung eine Rolle spielen (können).

Aus rechtlicher Sicht handelt es sich bei Kreditsicherheiten also um Pfandrechte an Rechten oder auch an Grundstücken, um eine Abtretung von Forderungen, um Garantien, um einen Schuldbeitritt oder aber auch um eine Sicherungsübereignung. Dabei kennzeichnet die Kreditsicherung dass dem Gläubiger zusätzliche Rechte gegen den Schuldner eingeräumt werden, um seinen Anspruch zu sichern. Dabei handelt es sich um Rechte, die entweder gegen den Schuldner oder aber gegen dessen Vermögensbestandteile gerichtet sind; bzw. der Gläubiger kann Dritte in Anspruch nehmen, um seine Forderung gegen den Gläubiger geltend zu machen.

Heutzutage kommen die meisten Kreditsicherheiten bei der Vergabe von Krediten durch Kreditinstitute vor. Kreditinstitute gewähren einen bestimmten Kredit oftmals nur mit einer entsprechenden Kreditsicherung, sie stellen also nicht mehr allein auf den Rückzahlungsanspruch ab, sondern verlangen eine tiefgreifendere, zusätzliche Absicherung ihrer Forderung.

Die banküblichen Kreditsicherheiten

In Deutschland gibt es für Kreditinstitute keine Pflicht, Kreditsicherheiten in den Vertrag mit aufzunehmen bzw. es wird nicht bestimmt, wann welche Sicherheiten vorliegen müssen etc. Kreditsicherheiten sind nicht Bestandteil eines Zahlungsausfallratings, aber nach einem solchen Rating kann das Kreditinstitut Kreditsicherheiten verlangen, wenn das Risiko zu hoch erscheint. Das ist auch der Grund dafür, warum bei der Kreditwürdigkeitsprüfung von Einzelfall zu Einzelfall entschieden wird, ob überhaupt und welche Formen der Kreditsicherheit angenommen werden. Die Konzentration liegt dabei auf den banküblichen Kreditsicherheiten. Dieser Begriff ist im Gesetz nicht legal definiert, allerdings weisen die Sicherheitsformen folgende Gemeinsamkeiten auf: sie darf während der Laufzeit des Kredits lediglich einer geringen Wertschwankung unterliegen; sie muss schnell und unproblematisch zu Geld umwandelbar sein, sie darf in einem anstehenden Insolvenzverfahren nicht anfechtbar sein. Die nachfolgenden Rechte erfüllen diese Kriterien im Allgemeinen und sollen daher näher erläutert werden.

Die Kreditsicherung in Form der Registerpfandrechte

Die Registerpfandrechte bezeichnen die Pfandrechte, bei denen die Möglichkeit besteht, diese in einem öffentlichen Register eintragen zu lassen. Diese kommen insbesondere bei Immobilienkrediten zum Einsatz, also bei langfristigen Kreditlaufzeiten. Im Grundbuch werden diese Pfandrechte dann eingetragen.

Die Kreditsicherung in Form von Bürgschaften

Bei der Bürgschaft handelt es sich um eine alltägliche Form der Sicherheit, bei der es darum geht, eine Verschiebung des Vermögens zu Lasten des jeweiligen Gläubigers zu verhindern. Insbesondere üblich sind hierbei die Ehegattenbürgschaft, also die Bürgschaft des einen Ehepartners für die entstandenen Schulden des anderen; oder aber auch die Bürgschaft von Familienmitgliedern, wenn keine ausreichende Bonität gegeben ist, so beispielsweise bei Mietverträgen zur Sicherung der Mietzahlungen und/oder der Kautionszahlungen.

Die Kreditsicherung in Form Zessionen (so genannte Forderungsabtretungen)

Hier wohl am bekanntesten ist die Lohn- und Gehaltsabtretung, die bei Kreditverträgen mit Hilfe der Lohnabtretungsklausel vertraglich einbezogen wird. Allerdings ist die Lohnabtretung nicht insolvenzfest, so dass es sich nicht um eine übliche Form der Kreditsicherheit handelt.

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