Solarkredit

Informationen rund um den Solarkredit

Um die Unabhängigkeit von den Stromriesen zu erhalten, oder um Ressourcen zu schonen, bietet sich die Installation einer Photovoltaikanlage auf der eigenen Immobilie an. Die gewonnene Energie wird entweder zu Eigenzwecken verwendet, oder in das öffentliche Netz eingespeist, wobei von den guten Einspeise-Vergütungen profitiert werden kann.

Hausbesitzern stehen, aufgrund der nicht unerheblichen Anschaffungskosten, im Rahmen des »Erneuerbare Energien Gesetz« (EEG) staatliche Förderprogramme für die Finanzierung zur Verfügung. Die Programme sind für Privatpersonen, Freiberufler, Unternehmer und gemeinnützige Organisationen gedacht.

Worum handelt es sich bei einem Solarkredit?

Bei einem Solarkredit, auch Fotovoltaikkredit genannt, handelt es sich um eine Finanzierungsart für entsprechende Anlagen auf Mehrfamilienhäusern und Eigenheimen. Die Beantragung des Darlehens erfolgt in Form eines normalen Ratenkredites bei einer Sparkasse, einem anderen Kreditinstitut, oder stattdessen bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Ein wesentlicher Unterschied zu anderen Krediten ist, dass ein Solarkredit zu 100 Prozent von den Geldinstituten finanziert ist. Die verbürgten Einspeise-Vergütungen dienen, bis zu einer entsprechenden Kredithöhe, als Sicherheit. Überschreitet die Finanzierung den Betrag von 50.000 Euro, ist zur Absicherung ein Grundbucheintrag erforderlich.

Finanzierung über die KfW

Die Finanzierung über die KfW Bank ist von bestimmten Bedingungen und Voraussetzungen abhängig.

Eine staatliche Förderung erfolgt seit dem Jahr 2013, wenn gleichzeitig geplant ist, einen kompatiblen Solarstromspeicher einzubauen. Dies gilt für den Neubau einer solchen Anlage und für das Nachrüsten einer bestehenden Anlage. Mit der Maßnahme findet eine Förderung des Eigenverbrauchs statt und langfristig erfolgt eine Heranführung an den Strommarkt.

Seit 01. Mai 2013 steht ein, an diverse Vorschriften bezüglich des Batteriemanagementsystems gekoppeltes, Batteriespeicher-Förderprogramm zur Verfügung.

Bei der Wirtschaftlichkeit und Einspeise-Vergütung spielen die Ausrichtung der Photovoltaikanlage sowie der Wechselrichter für die Einspeisung ins öffentliche Netz eine wichtige Rolle. Bestehen beseitbare Verschattungsmöglichkeiten, oder eine zu große Dachneigung, wird die Energiegewinnung als nicht rentabel angesehen.

Installierte Dachanlagen erhalten eine stärkere Förderung im Vergleich zu geplanten Freianlagen. Bedeutsam ist ebenfalls, ob es sich um eine netzbetriebene Photovoltaikanlage, oder eine Inselanlage handelt. Die Förderung erfolgt für ein einziges Speichersystem. Um den Eigenverbrauch zu fördern, darf die Anlage 60 Prozent maximal abgeben. Eine Förderung der Anlagen erfolgt, wenn die Anlage in Deutschland installiert ist.

Die Förderung der KfW Bank vermittelt die private Hausbank. Die Hausbank führt die Bonitätsprüfung durch und entscheidet ebenfalls über die Eintragung einer Grundschuld in das Grundbuch. In Abhängigkeit von der festgestellten Kreditwürdigkeit, erfolgt seitens der Hausbank die Festlegung der Zinshöhe. In diesem Zusammenhang spielt die Marktentwicklung eine bedeutsame Rolle. Die Laufzeitfestschreibung erfolgt auf einen Zeitraum von fünf, zehn, oder 20 Jahre.

Von immenser Bedeutung ist die Kreditantragsstellung vor dem Beginn des Bauvorhabens.

Die Vorteile einer KfW Finanzierung

Die KfW-Bank bietet mit ihrem Förderprogramm 274 – Erneuerbare Energien-Standard – günstige Konditionen. Positiv ist, dass die Finanzierung komplett ohne Eigenkapital erfolgt. In den ersten ein bis drei Jahren ist der Kredit tilgungsfrei. Die Aufnahme eines Kredites kann bis zu einer Höhe von zehn Millionen Euro erfolgen. Ist eine Nachrüstung angestrebt, gewährt das Bundesumweltministerium im Rahmen des Batteriespeicher-Förderprogramm Tilgungszuschüsse.

Weitere Möglichkeiten zur Finanzierung

Von der KfW unabhängige Solarkredite sind rar. Aus diesem Grunde ist der Vergleich der Angebote der KfW Bank mit den Angeboten der eigenen Hausbank ratsam.

Die Einholung eines Solarkreditangebotes mit günstigen Konditionen kann auch bei Kreditvermittlern und Bausparkassen erfolgen. Die Bezeichnung Solarkredit ist bei den Bausparkassen unüblich. Es handelt sich um eine Kombination aus klassischem Bausparkredit und Zinszahlungsdarlehen.

Die Kreditvermittler offerieren über Bausparkassen günstige Energiedarlehen. Die Art der Beschaffung eines Kredites auf diesem Wege ist in den meisten Fällen unkomplizierter und schneller als der oftmals enorm bürokratische Weg über die Hausbank.

Es können Zinseinsparungen und insgesamt flexiblere Bedingungen, abhängig vom Angebot, erzielt werden. Die letzten Alternativen sind Kreditbörsen.

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